zum Bild: Wie einst in den 70ern, als Silber und Schwarz noch Farben für Leichenwagen waren: Horizontblau, Hansablau, Orientrot und mein 240D in Agavengrün

Ein paar Vorurteile...

Nach soviel Werbung müßten jetzt eigentlich alle auf die Suche nach einem W123 gehen, und in der Tat ist es auch so, daß man beobachten kann, daß die Marktpreise ihr Tief schon durchschritten haben. Für gute Autos wird inzwischen wieder richtig Geld verlangt, denn viele, die sich der Qualitäten des W123 bewußt sind, legen sich einen zu oder denken nicht daran, ihren zu verkaufen. Doch immer noch verschwinden monatlich Hunderte in den Export nach Afrika, in den ehemaligen Ostblock oder den nahen Osten, wo sie aber auch weiterhin unter den bittersten Bedingungen durchhalten und die Bilder aus den Krisengebieten in den Abendnachrichten beleben. Ich möchte darum mit dieser Seite alle 123-Besitzer um eine kurze Gedenkminute bitten, in der sie sich fragen mögen, ob es wirklich so eine gute Idee ist, ihr treues Auto abzugeben, statt ihm die anfallenden Reparaturen zu gönnen. Und wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, und einen kauft, wird sicher viel Freude an seinem 123er haben, wenn er an der Ampel steht und sein Blick von der grauen Plastiklandschaft des Armaturenbretts des Nebenmanns auf die chromumrandeten Lüftungsringe, das Zebranoholz oder die geschwungene Haube seines Vollmetall-Daimlers fällt.
Armaturenbrett meines 200T

weiter zur passiven Sicherheit des W123....